Alicja Pilarczyk

stammt aus Polen und lebt in Basel. Fasziniert von der Interdisziplinarität der zeitgenössischen Kunst, hat sie immer nach einem Weg gesucht, Menschen durch Musik und Performance zu faszinieren und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Sie ist Gründungsmitglied des Concept Store Quartetts, mit dem sie eng mit Komponisten zusammenarbeitet, da die ungewöhnliche Besetzung des Ensembles neue Kreationen und einen neuen Zugang zur Kammermusik erfordert. Sie kuratiert auch ihre individuellen Aufführungen, die oft andere Kunstsparten einbeziehen, wie z. B. ihr Solo-Recital "Non-lieux" mit Elektronik, Videomapping und Skulptur oder ein Bewegungs- und Klangprojekt "Soliloquy" mit Nieszka Bogusławska, das 2021 in einer Gemeinschaftsausstellung in Trafostacja Sztuki w Szczecinie uraufgeführt wird. Seit Dezember 2021 ist sie Mitglied des Kairos Quartetts. 

Daneben arbeitet sie als freischaffende Geigerin mit dem Ensemble Modern Orchestra, der Basel Sinfonietta, dem Ensemble Interface, dem Ensemble Neuverband oder dem Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble. 

Ein wichtiger Teil ihrer Tätigkeit ist der Lehrtätigkeit an der Akademie der Künste in Szczecin gewidmet. Früher war sie Assistentin im Studio für experimentelle Musik und Kunst im öffentlichen Raum, seit kurzem unterrichtet sie Kammermusik und leitet ein Studentenensemble für zeitgenössische Musik. Zusammen mit anderen Professoren hat sie den Aufbau eines neuen Fachbereichs für interdisziplinäre Studien initiiert, in dem sich bildende Kunst und Musik überschneiden können.

Ihre Liebe zu Theater, Tanz und bildender Kunst spiegelt sich in verschiedenen Projekten wider. In der Saison 2017/2018 war sie Teil der Performance NOMOZART, die am Luzern Festival uraufgeführt wurde und mit der sie erfolgreich durch Europa tourte. Auch 2018 nahm sie an der Performance "The Past" teil, die von Constanza Macras und Oscar Bianchi inszeniert und choreografiert wurde. 2019 wurde sie eingeladen, eine Performance mit der in Berlin lebenden japanischen Künstlerin Leiko Ikemura zu kreieren, die im Kunstmuseum Basel uraufgeführt wurde. In letzter Zeit neigt sie zu Projekten, die Zeit und Achtsamkeit erfordern. Mit dem Fotografen Michał Wojtarowicz arbeitet sie an einem Stop-Motion-Film "Thin, Black Line". Und schließlich bereitet sie mit dem Kollektiv zweier Künstlerinnen die Premiere eines Films vor, der auf der Performance "Soliloquy" basiert: Nieszka Bogusławska und Katherine Newton. 

Als Solistin oder Mitglied von Ensembles nahm sie an Festivals wie dem Warschauer Herbst (PL), dem Lucerne Festival (CH), dem Barnes Festival in Philadelphia (USA), den Darmstädter Ferienkursen (DE), den Wittener Musiktagen für Neue Kammermusik (DE), der Ruhrtriennale (DE), der Gaudeamus Muziekweek (NL), dem ManiFest (FR), dem cresc..! Festival (DE), Acht Brücken Festival (DE) oder GLOBALE im ZKM_Kubus (DE). 

Sie studierte bei Prof. Tadeusz Gadzina, Dr. Patrycja Piekutowska und Bartłomiej Nizioł hat sie Diplome der Musikhochschulen und Universitäten in Szczecin, Warschau und Bern. Zwischen 2014 und 2015 war sie Teilnehmerin der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main. 2019 schloss sie das Masterprogramm für zeitgenössische Musik an der Musikakademie Basel bei Mike Svoboda und Marcus Weiss ab.

Neben der Aufführung und Förderung von Musik des XX und XXI Jahrhunderts findet sie ihren Ausgleich in der klassischen Welt. Seit Mai 2019 ist sie Mitglied der Zürcher Symphoniker und tritt mit ihnen regelmässig in der Tonhalle Zürich auf. Ihre eigene Website ist hier zu finden.

 

Alicja ist seit Dezember 2021 Mitglied des Kairos Quartetts.