Simone Heilgendorff

studierte Viola in Zürich, Stuttgart und in den USA (Master of Music in viola performance, U. o. Michigan, Ann Arbor 1991) sowie Musikwissenschaft, Philosophie und Psychologie (Dr. phil. im Fach Musikwissenschaft, Humboldt-Univ. Berlin 1999) in Freiburg i.Br. und Berlin.

Sie konzentriert sich - auch als Musikwissenschaftlerin - auf die barocke Aufführungspraxis sowie die Neue Musik, u.a. in Ensembles wie Concerto Köln oder Akademie für Alte Musik Berlin, beim Ensemble Modern und beim Elision Ensemble. Simone Heilgendorff spielte alle Viola-Klangbeispiele und erweiterten Spieltechniken für die Datenbank "Virtuelles Orchester" (vormals ISIS) ein.

Sie lehrt seit über zwanzig Jahren Musikwissenschaft, historische Aufführungspraxis, Kammermusik und zeitgenössische Musik sowie Konzeptimprovisation an diversen Universitäten, u.a. an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" sowie an der H/UdK in Berlin (D), am American College of Greece (Athen), an der Universität Magdeburg und – als Vertretungsprofessorin – von 4/2004 bis 9/2006 an der Universität Potsdam (D). Seit 2007 ist sie Mitglied im wiss.-künstl. Beirat des John-Cage-Orgelprojekts Halberstadt (D) und ab 2011 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Österreichischen Musikzeitschrift.

Sie war auf sechs Jahre befristet von 1/2007 bis 1/2013 Universitäts-Professorin (§ 98) für Angewandte Musikwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (A), wo sie die Abteilung Musikwissenschaft und die Studiengänge im Fach Angewandte Musikwissenschaft (in Kooperation mit dem Kärntner Landeskonservatorium) aufbaute und leitete.
Im SS 2013 war sie als Gastprofessorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Detmold/Universität Paderborn (D) tätig, im WS 13/14 vertrat sie einen Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart (D).

Simone Heilgendorff leitete von September 2013 bis Dezember 2016 das internationale Forschungsprojekt "New Music Festivals as Agorai – Their Formation and Impact on Warsaw Autumn, Festival d'automne in Paris, and Wien Modern after 1980" an der Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg (A). Das Projekt wird vom FWF Österreich großzügig gefördert. Seit dem 1. Oktober 2014 leitet sie zudem gemeinsam mit Martin Losert und Katarzyna Grebosz-Haring den Programmbereich "ConTempOhr. Vermittlung zeitgenössischer Musik – Mediating Contemporary Music" am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst, einer Kooperation der Paris-Lodron-Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg. Darüberhinaus leitet sie seit Januar 2016 die Sektion der Akademie der Künste in Berlin.



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